Krankheitskosten im Ausland

Schon bald beginnt die Ferienzeit und vielleicht haben auch Sie sich für eine Reise ins Ausland entschieden. Vorsorglich weisen wir Sie darauf hin, dass Krankheitskosten im Urlaubsland durchaus höher sein können, als vergleichbare Kosten im Inland. Nach der Beihilfeverordnung des Finanz- und Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg sind im Ausland entstandene Krankheitskosten grundsätzlich nur insoweit und bis zu der Höhe beihilfefähig, wie sie in der Bundesrepublik Deutschland entstanden und beihilfefähig gewesen wären. Bei innerhalb der Europäischen Gemeinschaft entstandenen Aufwendungen für ambulante Behandlungen und stationäre Leistungen in öffentlichen Krankenhäusern ist regelmäßig ein Kostenvergleich nicht erforderlich, es sei denn, dass gebietsfremden Personen regelmäßig höhere Preise als ansässigen Personen berechnet werden. Ist ein Kostenvergleich vorzunehmen, müssen die Rechnungen eindeutige Leistungsbeschreibungen enthalten. Eventuell wird eine Übersetzung in die deutsche Sprache benötigt.

Kosten für einen Rücktransport wegen Erkrankung während einer Urlaubs- oder anderen Reise sind generell nicht beihilfefähig.

Zudem gibt es weitere Leistungsausschlüsse für außerhalb der EG und der Schweiz entstandene Aufwendungen. So sind z.B. Aufwendungen für gesondert berechnete wahlärztliche Leistungen und Wahlleistungsentgelte für Zweibettzimmer sowie jegliche Fahrkosten von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen.

Beihilfeberechtigten, die Kostenrisiken für sich und ihre Familienangehörigen vermeiden wollen, empfehlen wir den Abschluss einer speziellen Reisekrankenversicherung.

Das Redaktionsteam Ihrer Beihilfeabteilung wünscht Ihnen einen schönen Urlaub.