Beihilfe für Leistungen zur Gesundheitsvorsorge

Jeder wünscht sich, möglichst lange gesund und fit zu bleiben. Durch die Teilnahme an Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen können Sie Ihren Beitrag leisten, dass Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden und sich Heilungschancen verbessern. Daher unterstützt Sie Ihre Beihilfe bei Leistungen zur Gesundheitsvorsorge. Mit den folgenden Informationen möchten wir Ihnen aufzeigen, welche Maßnahmen Sie in Anspruch nehmen können. Die genannten Leistungen sind nicht neu, sondern schon lange in der Beihilfeverordnung (BVO) geregelt.

Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten sind nach § 10 Abs. 1 BVO beihilfefähig.
Die Verwaltungsvorschrift zur BVO verweist zur Beurteilung, welche Vorsorgeleistungen beihilfefähig sind, ergänzend auf die Regelungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Insbesondere folgende Aufwendungen zur Gesundheitsvorsorge sind beihilfefähig:

  • Kinder- und Jugenduntersuchungen U1 bis U9 sowie J1,
  • jährliche Krebsvorsorgeuntersuchungen bei Frauen über 19 Jahren und bei Männern über 44 Jahren sowie
  • alle zwei Jahre eine Gesundheitsuntersuchung zur Früherkennung von Herz-, Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie der Zuckerkrankheit bei Personen über 35 Jahren.

Eine Übersicht über weitere beihilfefähige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Auch zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen sind von der Beihilfe abgedeckt. Ein Bonusheft, wie es in der gesetzlichen Krankenversicherung verwendet wird, müssen Sie nicht führen. Die prophylaktischen Leistungen, die nach Gebührenziffern 1000 bis 1040 und 2000 der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abgerechnet werden, sind beihilfefähig. Dazu zählt beispielsweise die professionelle Zahnreinigung (Ziffer 1040 GOZ).

Impfungen sind ebenfalls im Rahmen des medizinisch Notwendigen beihilfefähig. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Newsletter vom 30.03.2015 im Archiv.

Gesundheitskurse in Volkshochschulen, Vereinen oder Fitnessstudios, die überwiegend der Prävention dienen, sind hingegen nicht beihilfefähig. Dies gilt auch dann, wenn sich gesetzliche Krankenkassen an der Maßnahme beteiligen oder diese als Präventionsprogramm bezuschussen.

Diese Ausführungen gelten für Personen mit beamtenrechtlichen Beihilfeansprüchen nach der Beihilfeverordnung des Landes Baden-Württemberg. Für andere Beihilfeberechtigte, zum Beispiel nach tariflichem Beihilferecht, bestehen gegebenenfalls abweichende Regelungen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, rufen Sie uns gern an.