Beihilfe bei Schwangerschaft und Geburt

Eine Schwangerschaft ist ein Grund zur Freude. Natürlich wollen Sie in dieser Zeit bestens versorgt sein – Ihre Beihilfe unterstützt Sie dabei.

Die ärztlichen Leistungen zur Schwangerschaftsüberwachung sind im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinien der gesetzlichen Krankenkassen beihilfefähig. Sie haben während der Dauer Ihrer Schwangerschaft also einen Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wie Herztonkontrollen, Blutbilder und Ultraschalluntersuchungen.

Zusätzliche Untersuchungen, die nicht in den Mutterschaftsrichtlinien enthalten sind, können dagegen nicht als beihilfefähig berücksichtigt werden. Hierzu zählen insbesondere Leistungen wie der 3D-Ultraschall (auch "Babyfernsehen" genannt) oder das Ersttrimester-Screening, in dem die Wahrscheinlichkeit von Chromosomenstörungen untersucht werden soll.

Die Leistungen einer Hebamme/eines Entbindungspflegers sind nach Maßgabe der jeweils geltenden Gebührenordnung ebenfalls beihilfefähig. Für Leistungen der Hebamme, die nicht in der Gebührenordnung aufgeführt sind, beispielsweise für die Geburtsvorbereitung des Partners oder eine Akupunktur, steht keine Beihilfe zu.

Die Entbindung können Sie, ganz nach Ihren Wünschen, dort durchführen, wo Sie sich wohlfühlen. Eine Beihilfe wird sowohl für die Leistungen im Krankenhaus oder im Geburtshaus als auch für eine Hausgeburt gewährt. Wahlärztliche Leistungen oder das Zweibettzimmer im Krankenhaus werden nur dann berücksichtigt, wenn Sie hierfür den monatlichen Wahlleistungsbeitrag von 22 € leisten.

Eine Direktabrechnung der Leistungen mit dem Krankenhaus ist nur möglich, wenn sich seit dem letzten Beihilfeantrag Ihre persönlichen Verhältnisse nicht geändert haben. Als Änderung gilt auch, dass Ihr neugeborenes Kind nun bei der Beihilfe berücksichtigungsfähig ist. Verwenden Sie bitte daher den üblichen Beihilfeantragsvordruck, um die Entbindungskosten geltend zu machen und geben Sie dort Name, Geburtsdatum und Versicherungsschutz des Kindes an.

Wenn Sie am 31.12.2012 beihilfeberechtigt waren, wirkt sich die Anzahl der Kinder gegebenenfalls auf Ihren eigenen Bemessungssatz aus. Der Bemessungssatz eines Beihilfeberechtigten im aktiven Dienst erhöht sich auf 70 % der beihilfefähigen Aufwendungen, sobald zwei oder mehr Kinder berücksichtigungsfähig sind. Der erhöhte Bemessungssatz vermindert sich dauerhaft auch bei Wegfall von Kindern nicht, wenn drei oder mehr Kinder, davon zwei gleichzeitig, berücksichtigungsfähig waren.

Für die Säuglings- und Kleinkinderausstattung und die sonstigen Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den während der Schwangerschaft und nach der Entbindung üblichen Untersuchungen entstehen, wird eine pauschale Beihilfe von 250 Euro gewährt. Sind beide Elternteile beihilfeberechtigt, wird die Pauschale der Mutter gewährt. Eine Geburtsurkunde müssen Sie uns hierfür nicht vorlegen.

Diese Informationen gelten in erster Linie für Personen mit beamtenrechtlichen Beihilfeansprüchen nach der Beihilfeverordnung des Landes Baden-Württemberg.
Wenn Sie als Beschäftigter Beihilfeanspruch nach tariflichem Recht haben, können Sie ebenfalls die Geburtspauschale beantragen; bei Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung ist dann aber für Ihre Vorsorgeuntersuchungen, Entbindungskosten etc. nicht die Beihilfe, sondern Ihre Krankenkasse zuständig.

Haben Sie noch Fragen? Bitte rufen Sie uns an; gerne sind wir Ihnen behilflich.