Frühling – leider auch die Zeit der Zecken

Die Monate Mai und Juni sind in Mitteleuropa die Monate mit der höchsten Zeckenaktivität im Jahresverlauf.

Die gefürchteten Blutsauger können gefährliche Infektionskrankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Daher weisen Gesundheitsexperten immer wieder darauf hin, sich vor Zecken zu schützen. Die schnelle Entfernung der Zecke nach einem Biss ist besonders wichtig, da das Risiko, sich bei einem Zeckenstich mit Borreliose zu infizieren, maßgeblich von der Saugdauer der Zecke beeinflusst wird. Bis die Erreger der Borreliose auf den Menschen übertragen werden, vergehen bis zu 24 Stunden. Deshalb sollte man sich nach einem Tag im Freien gründlich auf Zecken untersuchen, um die Gefahr einer Infektion zu minimieren. Zecken können auch gefährliche FSME-Viren übertragen, die bei manchen Patienten zu einer Hirnhaut- und Gehirnentzündung mit der Gefahr der Schädigung des Rückenmarks führen können. Insbesondere in Süddeutschland ist die Ansteckungsgefahr nach einem Zeckenbiss mit dem FSME-Erreger besonders hoch. Neuesten Studien zufolge nehmen die FSME-Risikogebiete in Deutschland jedoch rasant zu und haben bereits den Norden Deutschlands erreicht.
         
Wie können Sie sich vor Zecken schützen?
Als besonders geeignet gelten gängige Mückenschutzmittel, die die Inhaltsstoffe DEET oder Icardin enthalten. Diese machen den Menschen als Beute uninteressant. Bei Spaziergängen oder Wanderungen durch hohe Gräser oder Wälder sollte lange Kleidung getragen werden.
         
Gibt es einen Schutz durch Impfung?
Gegen Borreliose gibt es derzeit keinen Impfschutz. Lediglich gegen FSME kann man sich impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt eine entsprechende Impfung - insbesondere für Risikogruppen. Aktuelle Informationen, Fragen und Antworten zum Thema "Schutzimpfung FSME" finden Sie auf der Homepage des RKI.
 
Was zahlen die Krankenkassen und Beihilfestellen?
Die Kosten für eine FSME-Impfung werden in Baden-Württemberg von den privaten Versicherungen und gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Nach der Beihilfeverordnung des Landes Baden-Württemberg sind Aufwendungen für Schutzimpfungen, die auf Grund des Infektionsschutzgesetzes angeordnet oder vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg empfohlen sind, beihilfefähig.
 
Medizinisch nicht notwendig und somit auch nicht beihilfefähig sind Laborkosten für die Untersuchung einer Zecke auf FSME.
Dagegen können die Kosten für die Untersuchung einer Zecke auf Borrelien als beihilfefähig berücksichtigt werden, wenn die Untersuchung im Verdachtsfall ärztlich veranlasst wurde.

Mit freundlichen Grüßen
Das Redaktionsteam Ihrer Beihilfeabteilung