FAQ zur Neuregelung der Startgutschriften

Hier finden Sie die Antworten auf einige allgemeine Fragen zur Neuregelung der Startgutschriften.

    

Aus welchem Grund werden die rentenfernen Startgutschriften nochmals neu berechnet?

Der BGH hat mit Urteilen vom 09.03.2016 den Berechnungsmodus mit Blick auf eine nach wie vor bestehende Benachteiligung von Späteinsteigern im öffentlichen Dienst (Beginn der Pflichtversicherung im Alter von 20 Jahren und 7 Monaten oder später) für rechtswidrig erklärt. Die Tarifvertragsparteien haben sich am 08.06.2017 auf eine Neuregelung verständigt, die in der Satzung der KVBW Zusatzversorgung verankert wurde und jetzt umgesetzt wird.

Was hat sich gegenüber der bisherigen Berechnung geändert und wer ist konkret betroffen?

Bisher erhielt jeder rentenferne Versicherte pro Jahr der Pflichtversicherung in der Zusatzversorgung einen Anteil von 2,25 Prozent der für ihn ermittelten höchstmöglichen Voll-Leistung. Nach der Neuregelung wird dieser Faktor in Abhängigkeit vom Beginn der Pflichtversicherung in einem Korridor von mindestens 2,25 – 2,5 Prozent pro Pflichtversicherungsjahr erhöht.
 
Danach tritt eine Verbesserung der rentenfernen Startgutschrift nur bei Versicherten ein, die bei erstmaligem Beginn der Pflichtversicherung mindestens 20 Jahre und 7 Monate alt waren. Bei Versicherten deren Pflichtversicherung im Alter bis 24 Jahre und 11 Monaten begonnen hat, erfolgt eine gestaffelte Erhöhung zwischen 2,25 und 2,5 %. Versicherte die bei Beginn der Pflichtversicherung das 25. Lebensjahr vollendet haben erhalten konstant eine Erhöhung auf 2,5 %.
 
Bei allen Versicherten, deren Pflichtversicherung vor einem Alter von 20 Jahren und 7 Monaten begann, bleibt es bei der bisherigen Startgutschrift.

Kann sich die Startgutschrift auch vermindern?

Nein, es bleibt mindestens bei der bisher festgestellten Startgutschrift.

Wie werden die Versicherten informiert?

Es ist vorgesehen, alle Versicherten über das Ergebnis der Neuberechnung im Rahmen des Versorgungskontos 2018 im Frühsommer 2019 zu informieren.

Wie erfolgt die Information der Versicherten, die bereits eine Rente beziehen?

Alle Renten werden automatisch durch die KVBW Zusatzversorgung überprüft. Eines gesonderten Antrages bedarf es nicht.

Sofern sich die Startgutschrift im Gesamtergebnis erhöht, wird die Betriebsrente ab Rentenbeginn neu festgestellt. Ergibt sich dadurch ein Nachzahlungsbetrag, werden wir diesen als Einmalbetrag zur Auszahlung bringen.
Die erforderlichen Neufeststellungen werden beginnend im zweiten Halbjahr 2019 sukzessive durchgeführt. Der Rentenberechtigte enthält hierüber eine korrigierte Entscheidung. Wegen der Vielzahl der Fälle wird sich die Berichtigung der Entscheidungen über einen längeren Zeitraum erstrecken. Die KVBW Zusatzversorgung bittet insofern um Geduld.

Rentner, deren Startgutschrift sich nicht erhöht, erhalten keine gesonderte Mitteilung.