Lohnsteuerbescheinigungen 2012 - Ausweisung der berücksichtigten Teile der Vorsorgepauschale

Für die Lohnsteuerbescheinigungen 2012 hat sich im Feld 28 (Beiträge zur privaten Krankenversicherung und Pflegeversicherung) eine Änderung ergeben. Nach den gesetzlichen Vorgaben sind hier ab 2012 nur die tatsächlich im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigten Teile der Vorsorgepauschale auszuweisen. Bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ergibt sich dagegen keine Änderung.

Wurde im Lohnsteuerabzugsverfahren nur die Mindestvorsorgepauschale berücksichtigt, darf auch nur diese bescheinigt werden. Dies bedeutet, dass auch in den Fällen, in denen keine Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung nachgewiesen wurden, die Mindestvorsorgepauschale in Feld 28 ausgewiesen wird.

Die Mindestvorsorgepauschale beträgt grundsätzlich 12 % des Arbeitslohns, jedoch pro Jahr höchstens 1.900 Euro in den Steuerklassen 1, 2, 4, 5 und 6 sowie 3.000 Euro in der Steuerklasse 3. Sind die nachgewiesenen Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung höher als die Mindestvorsorgepauschale, wurden diese bei der Steuerermittlung berücksichtigt und auf der Lohnsteuerbescheinigung 2012 ausgewiesen.

Die Ausweisung der tatsächlich bei der Steuerberechnung berücksichtigten Teile der Vorsorgepauschale auf der Lohnsteuerbescheinigung 2012 bedeutet nicht, dass diese erstmalig in 2012 berücksichtigt wurden. Die dargestellten Regularien zur Mindestvorsorgepauschale traten mit Einführung des Bürgerentlastungsgesetzes zum 01.01.2010 in Kraft und wurden auch bereits in den Vorjahren bei der Lohnsteuerermittlung berücksichtigt. Für privat Kranken- und Pflegeversicherte ergibt sich deshalb ab 2013 keine Änderung im Steuerabzug, falls die Verhältnisse gleich geblieben sind (z. B. nachgewiesene Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung).

     
 

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