Altersgrenze

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Ruhestand wegen Erreichens der gesetzlichen Altersgrenze

Beamte auf  Lebenszeit treten nach Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in den Ruhestand. Sie wird in der Regel mit dem Ablauf des Monats erreicht, in dem sie das 67. Lebensjahr vollenden (Regelaltersgrenze, § 25 BeamtStG, § 36 Abs. 1 LBG).

Beamte, die vor 1947 geboren sind, erreichen die Regelaltersgrenze mit Vollendung des 65. Lebensjahres. Für nach 1946 bis einschließlich 1963 Geborene wird die Regelaltersgrenze ab 2012 schrittweise angehoben.

Insbesondere für Beamte des Einsatzdienstes der Feuerwehr sowie für hauptamtliche Bürgermeister, Landräte, Beigeordnete und Amtsverweser bestehen abweichende Regelungen.

Beamte des Einsatzdienstes der Feuerwehr

Treten mit Ablauf des Monats in den Ruhestand, in dem sie das 60. Lebensjahr vollenden, § 36 Abs. 3a LBG.

Hauptamtliche Bürgermeister, Landräte, Beigeordnete, Amtsverweser

Treten mit Ablauf des Monats in den Ruhestand, in dem sie das 73. Lebensjahr vollenden (§ 36 Abs. 4 LBG). Hauptamtliche Bürgermeister, Landräte, Beigeordnete und Amtsverweser, deren Amtszeit bereits vor dem 01.02.2016 läuft und die in dieser Amtszeit ihr 68. Lebensjahr vollenden, erreichen die Altersgrenze weiterhin mit Ablauf des Monats der Vollendung des 68. Lebensjahres.  Für Landräte, Beigeordnete und Amtsverweser gilt während einer vor dem 01.01.2011 begonnenen Amtszeit als Altersgrenze weiterhin die Vollendung des 65. Lebensjahres (Art. 62 § 5 Abs. 3 DRG).

Weitergeltung der bisherigen Altersgrenzen

Die bisherige Altersgrenze (65. Lebensjahr für Beamte auf Lebenszeit) gilt bei folgenden Freistellungen weiter, sofern sie vor dem 01.01.2011 bewilligt und angetreten wurden (Art. 62 § 4 DRG):

  • Beurlaubung bis zum Ruhestand aus familiären Gründen (§ 153b LBG Fassung bis 31.12.2010) bzw. bei Bewerberüberhang (§ 153c)
  • Teilzeitbeschäftigung mit Freistellungsjahr bis zum Ruhestand (§ 153g)
  • Altersteilzeit (§ 153h Abs. 2)

Übersichten zu den einzelnen (Übergangs-)Regelungen

Im Einzelnen verweisen wir auf Ziffer 2 unseres Merkblatts Die Versorgung der kommunalen Beamten in Baden-Württemberg (306 KB) sowie auf unsere Übersicht (86,8 KB) über die Altersgrenzen und Versorgungsabschläge nach dem Dienstrechtsreformgesetz.

FAQ


Muss ich einen Antrag stellen, wenn ich wegen Erreichens der Altersgrene aufhören will?

Nein, da Sie Kraft Gesetzes in den Ruhestand treten. In der Regel wird der Ruhestandsbeginn zwischen Beamter und Dienstherr abgesprochen. Der Dienstherr teilt dem KVBW den Ruhestandsbeginn mit und übersendet die notwendigen Vordrucke.


Kann ich auch über die Altersgrenze hinaus arbeiten?

Ja, auf Antrag, wenn dies im dienstlichen Interesse liegt - § 39 LBG. Der Eintritt in den Ruhestand kann jeweils bis zu einem Jahr, jedoch nicht länger als bis zu dem Ablauf des Monats, in dem der Beamte das 70. Lebensjahr vollendet, bei Beamten des Einsatzdienstes der Feuerwehr bis zum 63. Lebensjahr, hinausgeschoben werden. Falls Sie eine Hinausschiebung erwägen, wenden Sie sich bitte zuständigkeitshalber an Ihren Dienstherrn.


Wie wirkt sich eine Weiterbeschäftigung über die Altersgrenze hinaus aus?

Falls der Höchstruhegehaltssatz von 71,75 % noch nicht erreicht ist, steigt der Ruhegehaltssatz während der Zeit der Hinausschiebung nach den allgemeinen Regeln, d. h. 1,79375 % jährlich. Falls der Höchstsatz bereits erreicht ist, bzw. ab diesem Zeitpunkt, gewährt der Dienstherr einen nicht ruhegehaltfähigen Zuschlag in Höhe von 10 % der Dienstbezüge - § 73 LBG.


     
 

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