Antragsaltersgrenze

Produktinformationen

Beamte können bereits vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze wegen Inanspruchnahme der Antrags-Altersgrenzen in den Ruhestand versetzt werden, wenn

  • sie das 63. Lebensjahr vollendet haben (bei Feuerwehreinsatzbeamten mit 60 Lebensjahren) oder
  • schwerbehindert i. S. v. § 2 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) IX sind (Grad der Behinderung von mindestens 50) und das 62. Lebensjahr vollendet haben.

Wegen der Übergangsregelungen für Schwerbehinderte für bis 1968 Geborene verweisen wir auf die Übersicht (86,8 KB) über die Altersgrenzen und Versorgungsabschläge nach dem Dienstrechtsreformgesetz.


Zusatzinformationen

Die Versetzung in den Ruhestand müssen Sie bei Ihrem Dienstherrn beantragen, der zur Festsetzung der Versorgung auf uns zukommen wird. Damit die Versorgungsbezüge pünktlich ausgezahlt werden können, benötigen wir eine gewisse Vorlaufzeit (etwa 3 Monate).

FAQ


Habe ich Nachteile, wenn ich eine Antragsaltersgrenze in Anspruch nehme?

Ruhegehaltssatz: Um den Höchstruhegehaltssatz zu erreichen, brauchen Sie grundsätzlich 40 Jahre ruhegehaltfähige Dienstzeit: 40 Jahre x 1,79375 (jährlicher Steigerungssatz) ergibt 71,75 %. Wenn Sie kürzer arbeiten, kann der Höchstsatz ggf. nicht erreicht werden - vgl. Tabelle Ruhegehaltssatz im Merkblatt Die Versorgung der kommunalen Beamten in Baden-Württemberg (306 KB).

Versorgungsabschlag: Wegen der längeren Laufzeiten der Versorgung vermindert sich das Ruhegehalt um 3,6 % für jedes Jahr, um das Sie früher in den Ruhestand versetzt werden. Der Abschlag wird taggenau berechnet. Er gilt auf Dauer, auch für die Zeit nach Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze. Im Einzelnen gilt grundsätzlich (bitte auch Übergangsregelungen in der Übersicht beachten):

  • Antragsaltersgrenze 63. LJ/Feuerwehreinsatzbeamte 60. LJ
    Der Abschlag rechnet vom Ruhestandsbeginn bis zur individuellen gesetzlichen Altersgrenze, maximal 14,4 %:
    Der Abschlag entfällt, wenn der Beamte zum Ruhestandsbeginn bereits das 65. Lebensjahr vollendet hat und mindestens 45 Jahre berücksichtigungsfähige Dienstzeiten erreicht hat. Bei Feuerwehreinsatzbeamten rechnet der Versorgungsabschlag von 60 bis maximal 62 Lebensjahren. Er entfällt, wenn der Beamte zum Ruhestandsbeginn bereits 45 Jahre mit berücksichtigungsfähigen Dienstzeiten zurückgelegt.
  • Antragsaltersgrenze Schwerbehinderung und 62. LJ
    Der Abschlag rechnet vom Ruhestandsbeginn bis zum Ablauf des Monats der Vollendung des 65. LJ. Kein Abschlag wird bei am 01.01.2011 vorhandenen Beamten erhoben, wenn sie vor dem 16.11.1950 geboren sind und am 16.11.2000 bereits schwerbehindert waren. Bei Feuerwehreinsatzbeamten entfällt der Versorgungsabschlag.

Übersicht (86,8 KB)Versorgungsabschläge einschließlich Übergangsregelungen.


Merkblätter

Hier haben wir wichtige Informationen für Sie hinterlegt


     
 

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