Leistungen

Beihilfefähig sind grundsätzlich nur notwendige und wirtschaftlich angemessene Aufwendungen. Wann Aufwendungen notwendig und angemessen sind, regeln die Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (Bundesbeihilfeverordnung - BBhV) und die entsprechenden weiteren Vorschriften. Bezüglich der Angemessenheit gilt das jeweilige Gebührenrecht. Außerdem gibt es in einigen Fällen beihilferechtliche Begrenzungen.

Manche Aufwendungen sind nur dann beihilfefähig, wenn weitere Voraussetzungen gegeben sind. Sofern Sie sich nicht sicher sind, ob eine geplante Behandlung beihilfefähig ist, fragen Sie bitte nach.

Die nachfolgende Aufzählung über beihilfefähige Aufwendungen ist nicht abschließend.

Krankheitsfälle

  • Ärztliche und zahnärztliche Behandlung mit entsprechender Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte bzw. Gebührenordnung für Zahnärzte.
  • Heilpraktikerleistungen gelten nur als angemessen, wenn sie die maßgeblichen Höchstbeträge nicht übersteigen. Die beihilfefähigen Höchstbeträge sind in der Anlage 2 zu § 6 Abs 3 Satz 4 BBhV genannt; Leistungen, die in dort nicht genannt sind, werden nicht als beihilfefähig berücksichtigt (z. B. psychotherapeutische Leistungen).
  • Einschränkungen oder besondere Voraussetzungen bestehen bei bestimmten ausgeschlossenen oder teilweise ausgeschlossenen Untersuchungen/Behandlungen, bei Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung, bei kieferorthopädischen, funktionsanalytischen und funktionstherapeutischen Leistungen  sowie bei implantologischen Leistungen. Bei Aufwendungen für Zahnersatz sind die Aufwendungen für Auslagen, Material- und Laborkosten zu 40 % beihilfefähig. Dies gilt bei Leistungen nach Nummern 2130 bis 2320 (Konservierende Leistungen wie Füllungen oder Kronen), den Nummern 5000 bis 5340 (Prothetische Leistungen wie Brücken oder Prothesen), den Nummern 7080 bis 7100 (Interimszahnersatz) und den Nummern 9000 bis 9170 (Implantologische Leistungen) der Gebührenordnung für Zahnärzte.
  • Aufwendungen für die von einem Arzt oder Zahnarzt nach Art und Umfang schriftlich verordneten Arznei- und Verbandmittel sind nach Abzug des Eigenanteils (196,6 KB) beihilfefähig, sofern sie verschreibungspflichtig sind.
  • Ärztlich verordnete Hilfsmittel (Hörgeräte, Krücken etc.) sind nach Abzug des Eigenanteils beihilfefähig. Für einige Hilfsmittel sind Höchstbeträge festgesetzt (in diesen Fällen wird kein Eigenbehalt abgezogen); manche Hilfsmittel, z. B. Brillen, sind nur bei bestimmten medizinischen Indikationen beihilfefähig.
  • Für ärztlich verordnete Heilmittel (z. B. Krankengymnastik, Massage) gelten Höchstbeträge. Diese sind in Anlage 9 zur Bundesbeihilfeverordnung aufgeführt.
  • Beihilfefähig sind die Aufwendungen für Leistungen in Krankenhäusern (39,3 KB), die nach dem Krankenhausentgeltgesetz oder der Bundespflegesatzverordnung vergütet werden, für
    • vor- und nachstationäre Krankenhausbehandlung,
    • allgemeine Krankenhausleistungen,
    • gesondert berechnete wahlärztliche Leistungen (z. B. Chefarzt),
    • gesondert berechnete Unterkunft bis zur Höhe der Kosten eines Zweibettzimmers abzüglich eines Betrags von 14,50 € pro Tag,
    • die Unterbringung einer Begleitperson im Krankenhaus, soweit dies aus medizinischen Gründen notwendig ist.
  • Für psychotherapeutische Behandlungen ist ggf. eine vorherige Anerkennung der Beihilfestelle einzuholen.
  • Familien- und Haushaltshilfe, wenn die Person, die den Haushalt führt, krankheitsbedingt ausfällt und im Haushalt ein Kind oder ein Pflegebedürftiger lebt.
  • Fahrtkosten (181 KB)
  • Anschlussheil- und Suchtbehandlungen (39,3 KB)
  • Rehabilitationsmaßnahmen (177,2 KB) (z. B. stationäre Rehabilitationsmaßnahmen, Mutter-Kind-Rehabilitationsmaßnahmen)

Pflegefälle

  • häusliche Krankenpflege bei vorübergehender Pflegebedürftigkeit
  • Pflegeleistungen bei dauerhafter Pflegebedürftigkeit. Nach entsprechender Einstufung der Pflegeversicherung/-kasse wird Beihilfe zu häuslicher (204,3 KB) oder vollstationärer (187,1 KB) Pflege gewährt.

Geburtsfälle

Bei einer Schwangerschaft und in Geburtsfällen sind folgende Aufwendungen beihilfefähig:

  • Schwangerschaftsüberwachung,
  • Hebamme/Entbindungspfleger,
  • von Hebammen geleitete Einrichtungen,
  • Haus- und Wochenpflegekraft für bis zu zwei Wochen nach der Geburt bei Hausentbindungen oder ambulanten Entbindungen.
     
 

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