Altersgeld

Produktinformationen

Seit Beginn des Jahres 2011 können Beamte, die auf eigenen Antrag aus dem Beamtenverhältnis entlassen wurden, Altersgeld erhalten.

Das Altersgeld tritt an die Stelle der Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung oder bei einer berufsständischen Versorgungseinrichtung

Für am 01.01.2011 vorhandene Beamte sieht das LBeamtVG zwar weiterhin die Nachversicherung vor. Sie können jedoch eine Erklärung abgeben, dass Sie Altersgeld in Anspruch nehmen werden. Diese Erklärung muss vor der Beendigung des Beamtenverhältnisses schriftlich gegenüber dem Dienstherrn abgegeben werden. Nur wenn rechtzeitig von dieser Gestaltungsmöglichkeit Gebrauch gemacht wird, kann später Altersgeld gewährt werden. Da das Altersgeld in der Regel höher ist als die Leistungen, die sich bei einer Nachversicherung ergeben, sollten Sie die Entscheidung rechtzeitig treffen.

Beamte, die nach dem 01.01.2011 in ein Beamtenverhältnis berufen wurden, haben dagegen ohne eine solche Erklärung Anspruch auf Altersgeld. Sie können jedoch unwiderruflich auf das Altersgeld verzichten und die Nachversicherung wählen. Ein solcher Verzicht ist innerhalb eines Monats nach der Entlassung gegenüber der Zahlstelle zu erklären. Da die Gewährung von Altersgeld dem KVBW übertragen wurde, nimmt er die Erklärung entgegen.

In beiden Fallgruppen kann es besonders gelagerte Einzelfälle geben, in denen eine Nachversicherung günstiger ist. Beispielsweise, wenn erst durch die Nachversicherung die Wartezeit in der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt wird und dort bereits erhebliche Beitragsleistungen erbracht wurden, die alleine keinen Rentenanspruch auslösen würden.

Die Anspruchsvoraussetzungen für die Gewährung eines Altersgeldes können Sie der nachfolgenden Checkliste entnehmen:

  • Entlassung auf Antrag aus dem Beamtenverhältnis
  • Schriftliche Erklärung vor Beendigung des Beamtenverhältnisses (vorhandene Beamte)
  • Verzicht auf das Altersgeld (neue Beamte) und Wahl der Nachversicherung innerhalb eines Monats nach Entlassung
  • Altersgeldfähige Dienstzeit von mindestens fünf Jahren
  • Kein Aufschubgrund

Weitere Informationen zur Checkliste finden Sie im Merkblatt Altersgeld (240,5 KB).

Bei der Berechnung des Altersgeldes wird zunächst ein Ruhegehaltssatz ermittelt, indem die altersgeldfähigen Dienstzeiten (in Jahren) mit dem Faktor 1,79375 multipliziert werden. Mit diesem Ruhegehaltssatz werden dann die altersgeldfähigen Dienstbezüge vervielfältigt.

Im Merkblatt Altersgeld (240,5 KB) (Ziffer 3) sind diese fachspezifischen Begrifflichkeiten näher erläutert. Dort finden Sie auch eine Anleitung, mit der Sie sich einen Überblick über die Höhe Ihrer Anwartschaft auf Altersgeld verschaffen können.

Weitere umfassende Informationen über die Leistungsvoraussetzungen erhalten Sie im Merkblatt Alters- und Hinterbliebenengeldempfänger (175,6 KB). Leistungsbezieher finden Ihren persönlichen Ansprechpartner auf den Bezügemitteilungen.

FAQ


Wo erhalte ich – bevor ich meine Entlassung beantrage – Informationen zur Höhe meines Anspruchs auf Altersgeld?

Das Merkblatt Altersgeld (240,5 KB) enthält alle wesentlichen Informationen, um sich einen Überblick über die Höhe des Anspruchs auf Altersgeld zu verschaffen. Die Mitarbeiter des Auskunftsbereichs des KVBW beraten Sie gerne zu Ihren Fragen. Wenn Sie sich vorab mit Hilfe des Merkblattes (Ziffer 3.3) Ihre Zeiten im Beamtenverhältnis und einen etwaigen Wehr- oder Zivildienst aufschreiben, sind Sie auf das Gespräch gut vorbereitet.


Wer setzt mein Altersgeld nach meiner Entlassung auf Antrag fest?

Innerhalb von drei Monaten nach der Entstehung des Anspruchs setzt der KVBW das Altersgeld fest.


Bleibt der festgesetzte Anspruch auf Altersgeld bis zum späteren Eintritt des Leistungsfalles unverändert?

Nein, das Altersgeld wird vom Zeitpunkt der Entstehung an - wie eine Beamtenversorgung - angepasst.


Haben Altersgeldempfänger Anspruch auf Beihilfe?

Nein.


Erhalten Beamte auf Zeit Altersgeld, wenn sie mit Ablauf der Amtszeit ohne Anspruch auf Versorgung aus dem Beamtenverhältnis ausscheiden?

Ja, für Beamte auf Zeit gelten die gesetzlichen Regelungen zum Altersgeld entsprechend. Am 01.01.2011 vorhandene Beamte müssen rechtzeitig vor dem Ablauf der Amtszeit eine schriftliche Erklärung abgeben.


Wo erhalte ich Informationen zur Höhe der Leistungen, die sich bei einer Nachversicherung ergeben?

Auskünfte über die Höhe der Rentenansprüche aufgrund einer Nachversicherung erteilt der KVBW nicht. Hier ist ggf. eine Rentenberatungsstelle  zu beteiligen.


Ist es bei der Beendigung des Beamtenverhältnisses möglich, die künftige Höhe des Altersgeldes und die Leistungen aus einer Nachversicherung abschließend zu bewerten und zu vergleichen?

Nein, beide Ansprüche werden unterschiedlich dynamisiert, d. h. an die Lohnentwicklung und die Inflation angepasst. Die Ansprüche, die bei der Beendigung des Beamtenverhältnisses ermittelt werden, ändern sich daher im weiteren Verlauf. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Leistungsbeginn erst deutlich später erfolgt. Eine unverbindliche Einschätzung, welche Vorgehensweise letztendlich zu höheren Leistungen führt, ist jedoch in den meisten Fällen möglich. Sie setzt eine Auskunft über die Höhe der Rentenleistungen bei einer Nachversicherung durch eine Rentenberatungsstelle voraus.


Wo ist das Altersgeld im Gesetz geregelt?

Die Rechtsgrundlagen des Altersgeldes finden Sie in den § 84 ff. LBeamtVG.


Merkblätter

Das Merkblatt Altersgeld finden Sie hier:


     
 

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