Informationen zur Beihilfefähigkeit von Heilbehandlungen

Mitarbeiterin informiert über Regelmäßige Versorgungsauskunft für Beamte auf Lebenszeit

1. Was sind Heilbehandlungen im beihilferechtlichen Sinn?

Zu den Heilbehandlungen gehören Krankengymnastik, Bewegungsübungen, Massagen, Packungen, Hydrotherapie, Bäder, Kälte- und Wärmebehandlungen, Elektrotherapie, Lichttherapie, Inhalationen, Ergotherapie und podologische Therapien, die Sie bei

  • Beschäftigungs- und Arbeitstherapeuten
  • Ergotherapeuten
  • Krankengymnasten
  • Logopäden
  • Masseuren, medizinischen Bademeistern
  • Neuropsychologen GNP
  • Physiotherapeuten
  • Podologen

durchführen lassen.

Keine Heilbehandlungen sind z. B. Saunabäder und Mineral- oder Thermalbäder, die außerhalb einer beihilfefähigen stationären Krankenhausbehandlung, Rehabilitationsmaßnahme oder Kur durchgeführt werden.

2. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Kosten von der Beihilfe erstattet werden können?

Aufwendungen sind immer nur dann beihilfefähig, wenn sie medizinisch notwendig sind. Daher bedarf es zur Beihilfefähigkeit stets einer vorherigen schriftlichen ärztlichen Verordnung. Die ärztliche Verordnung muss die Diagnose, den genauen Umfang (Anzahl) und die Art der Heilbehandlung enthalten. Sofern in einem Einzelfall Doppelbehandlungen erforderlich sind, ist deren Notwendigkeit ärztlich zu begründen. Verordnungen von Nichthumanmedizinern oder Heilpraktikern reichen nicht aus, um eine Beihilfefähigkeit zu begründen. Ein Zahnarzt kann Heilbehandlungen lediglich im Rahmen der Ausübung der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde verordnen. Dies gilt nicht für die Verordnung von logopädischen Behandlungen durch einen allgemeinen Zahnmediziner.

3. In welcher Höhe sind die Kosten beihilfefähig?

Die Aufwendungen sind nur bis zu den in der Anlage 9 zur Bundesbeihilfeverordnung genannten Höchstbeträgen (317,2 KB) beihilfefähig. Die erbrachten und berechneten Leistungen müssen der ärztlichen Verordnung entsprechen. Für die Prüfung der Richtigkeit der Rechnung ist der Rechnungsempfänger verantwortlich.

4. Sind Gesundheitskurse oder Kosten für Fitnessstudios beihilfefähig?

Leider "Nein", auch nicht im Rahmen einer Maßnahme zur Gesundheitsprävention.
Gesundheitskurse und Maßnahmen, die der traditionellen chinesischen Medizin zuzuordnen sind, wie z. B. Yoga, Hatha Yoga, Qi Gong, Tai Chi, Shiatsu-Therapie und ähnliche sowie Seniorengymnastik, Aquajogging, Kurse zur Gewichtsreduzierung, Kurse zur Entspannung, Osteoporose-Gruppen und dergleichen sind nicht beihilfefähig.  

Weitere Informationen, rund um das Thema Heilbehandlungen finden Sie auf unserer Homepage in unserer ABC-Suche unter den Stichwort "Heilbehandlungen".  

Sollten Sie Fragen haben, rufen Sie uns einfach während der üblichen Geschäftszeiten an.

     
 

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